Heimat am Fluss der Geschichte

Unsere Gemeinde blickt auf eine lange und spannende Geschichte zurück, die unser heutiges Miteinander und unsere Werte geprägt hat. Gelegen inmitten einer reizvollen Landschaft, zeichnen sich unsere Orte durch vielfältige Natur und Kulturräume aus, die das Leben hier besonders machen. 

„Zwischen Wiesenwind und Talgesang liegt unser Bergfeld – ein Ort, der nicht laut sein muss, um viel zu sagen. Wir bauen Brücken zwischen Mensch und Verwaltung, analogem Alltag und digitalem Fortschritt. Wer hier ankommt, darf verweilen. Wer hier lebt, gestaltet mit.“

Bürgermeister Thomas Rehfeld

Die Geschichte unserer Gemeinde

Wenn wir ganz an den Anfang zurückblicken, sehen wir ein kleines Band von Höfen am Rand dichter Wälder. Eine seichte Furt über den Bach und nahe verlaufende Handelswege machten den Platz attraktiv. Rodungen schufen Ackerland, auf dem Getreide, Flachs und später auch Erbsen gediehen; Ziegen, Schafe und einige Rinder ergänzten die Versorgung. Archäologische Spuren – Keramikscherben, Pfostenlöcher und Grubenhäuser – erzählen von schlichter, aber findiger Holzbauweise. Bald entstand eine erste Kapelle als geistlicher Mittelpunkt, um die sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude gruppierten. Man teilte Brunnen, Backofen und Weide, regelte Nutzung und Abgaben in einfachen Vereinbarungen. Aus verstreuten Einzelhöfen wurde ein kleiner Haufenplatz, der sich zum Anger formte: mit Tränke, Dorflinde und Raum für Handel. Erste urkundliche Erwähnungen berichten von Flurnamen und Zehntrechten. So legten wenige Familien mit Mut und Gemeinschaftssinn den Grundstein für Bergfeld im Tal – ein Ort, dessen Lage zwischen Wasser, Feldern und Wegen seine Entwicklung bis heute prägt.

In den folgenden Jahrhunderten wuchs Bergfeld im Tal stetig. Die Bevölkerung nahm zu, und mit ihr entstanden die ersten festen Gebäude, die das Dorf prägten. Besonders das historische Rathaus wurde in dieser Phase erbaut und wurde zum Mittelpunkt des Dorfes – ein Ort, an dem wichtige Entscheidungen getroffen und Zusammenkünfte abgehalten wurden. 

Zugleich entwickelte sich das Gemeinschaftsleben, wovon auch das erste Laternenfest zeugt, das in dieser Zeit entstand. Dieses Fest wurde zum festen Bestandteil des Dorfkalenders und symbolisierte die enge Verbundenheit der Bewohner, die gemeinsam den Herbst begrüßten und die dunklen Abende mit Licht und Musik erhellten.

Das 19. Jahrhundert brachte Bewegung in unser Dorfleben. Agrarreformen lösten alte Abhängigkeiten, Fluren wurden neu geordnet, und der Kartoffelanbau half, Missernten abzufedern. Viele Familien fanden neben der Landwirtschaft ein zweites Standbein: Weberei, Schuhmacherei oder kleine Mühlen prägten den Alltag. Gleichzeitig zog es manche in die Ferne – in Städte, in Fabriken oder gar über den Atlantik. Nachrichten von 1848 und späteren politischen Veränderungen erreichten auch Bergfeld im Tal und wurden auf dem Rathausplatz lebhaft diskutiert. Ein eigenes Schulhaus, die Gründung der Feuerwehr und erste Vereinswesen stärkten das Miteinander. Gegen Ende des Jahrhunderts verbesserten neue Wege und eine Bahnstation in erreichbarer Nähe den Austausch von Waren und Ideen. Krankheiten, Überschwemmungen und harte Winter forderten die Dorfgemeinschaft immer wieder heraus – doch mit Zusammenhalt, Pragmatismus und Hilfsbereitschaft meisterten die Menschen diese Zeiten und stellten die Weichen für die weitere Entwicklung.

Nach 1945 stand Bergfeld im Tal vor großen Aufgaben. Viele Geflüchtete fanden hier ein neues Zuhause; Wohnraum wurde knapp, Materialien waren rar. Mit vereinten Kräften reparierte man Dächer, ersetzte Brücken und eröffnete notdürftige Werkstätten. Schritt für Schritt folgten Infrastrukturprojekte: Wasser- und Abwassernetze, später die Elektrifizierung aller Höfe, Straßenbeleuchtung und befestigte Wege. Schul- und Kindergartenräume wurden erweitert, Sport- und Spielplätze entstanden, Vereine nahmen wieder Fahrt auf. In den 1960er- und 1970er-Jahren prägten Modernisierung und kommunale Neuordnungen den Ort; Partnerschaften mit Nachbargemeinden stärkten Verwaltung und Feuerwehr. Das historische Rathaus wurde instand gesetzt, ein Bürgerhaus schuf Raum für Kultur und Feste – vom Laternenfest bis zum Jubiläum des Musikvereins. Trotz aller Verluste wuchs neues Vertrauen: Menschen packten an, pflanzten Bäume, gründeten Initiativen und schufen die Grundlage für den Wohlstand der folgenden Jahrzehnte. Dieser Geist des Wiederaufbaus prägt unsere Gemeinschaft bis heute.

Heute versteht sich Bergfeld im Tal als lebendiger Ort, der Tradition und Zukunft verbindet. Familien profitieren von gut ausgebauter Betreuung, Schule und Freizeitangeboten; Vereine und engagierte Gruppen halten das Dorfjahr bunt. Breitband, WLAN-Punkte und digitale Bürgerservices erleichtern den Alltag, während Photovoltaik auf kommunalen Dächern, Energieeffizienz und Nahwärmeprojekte die Energiewende voranbringen. Neue Wege für Rad- und Fußverkehr, sichere Querungen und ÖPNV-Anbindung verbessern die Mobilität. Besonders wichtig ist uns die Mitgestaltung: Werkstattgespräche, Bürgerräte, Online-Beteiligung und ein Bürgerbudget geben Ideen Raum. Grünflächen, Streuobstwiesen und schattige Plätze machen das Zentrum lebenswerter und helfen gegen Hitze. Zugleich pflegen wir Bewährtes: Feste, Märkte und das Laternenfest verbinden Generationen und Zugezogene. So wächst Bergfeld im Tal behutsam weiter – offen, nachhaltig und zugewandt. Wer hier lebt, arbeitet oder zu Besuch ist, soll spüren: Unsere Gemeinde hört zu, gestaltet gemeinsam und blickt zuversichtlich nach vorn.

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Das älteste erhaltene Foto von 1892 zeigt den damaligen Dorfkern mit dem ursprünglichen Marktplatz.

Von Damals bis heute

Ein Blick zurück – und viele nach vorn: In unserer Galerie zeigen wir Eindrücke aus der Geschichte wie auch aus dem heutigen Leben in Bergfeld im Tal. Kommen Sie mit auf eine visuelle Reise durch unsere Gemeinde.

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Seit den ersten Erwähnungen im Mittelalter hat sich unsere Gemeinde stetig verändert. Mit jeder Generation wuchs nicht nur die Einwohnerzahl, sondern auch das Selbstverständnis als lebendige, gemeinschaftlich getragene Heimat. Die nachfolgende Übersicht gibt einen Einblick in die demografische Entwicklung Bergfelds im Laufe der Jahrhunderte – ein Spiegel unserer Geschichte, unseres Wachstums und unserer Zukunft.

Einwohnerzahl und Haushaltsentwicklung im Wandel der Zeit

Zeitraum Einwohnerzahl Haushalte
12. Jahrhundert ca. 80 ca. 15
16.-18 Jahrhundert ca. 250 ca. 50
19. Jahrhundert ca. 480 ca. 90
20. Jahrhundert ca. 750 ca. 180
21. Jahrhundert ca. 1.050 c.a 420
2025 1.178 510

Die Tabelle zeigt die geschätzte demografische Entwicklung von Bergfeld im Tal über mehrere Jahrhunderte hinweg. Sie verdeutlicht das stetige Wachstum der Bevölkerung und die Zunahme der Haushalte – ein Spiegelbild der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Veränderungen unserer Gemeinde.

Mehr zur Entwicklung unserer Gemeinde

Unsere Gemeinde verändert sich stetig – demografisch, baulich und gesellschaftlich. Um diesen Wandel nachvollziehbar zu machen, stellen wir Ihnen hier vertiefende Informationen, Dokumente und nützliche Verlinkungen zur Verfügung.

Wo Menschen zusammenkommen

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    Jeden Samstagvormittag verwandelt sich der Platz vor dem historischen Rathaus in einen bunten, duftenden Treffpunkt: Der Wochenmarkt von Bergfeld im Tal ist weit mehr als nur ein Ort zum Einkaufen – er ist Herzstück des Dorflebens, Begegnungsraum und Schaufenster für regionale Vielfalt.

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    Schneeflocken tanzen über den Marktständen, Lichter spiegeln im Weiß, Kinder lachen, Glühwein duftet. Bergfeld im Tal feiert herzliche Tradition: Handwerk, Musik, Sterne, warme Hände, leuchtende Augen, winterlicher Zauber, für alle.

  • Laternenzug durchs Dorf: warme Lichter schlängeln sich durch die Dämmerung; Gemeinschaft, Tradition und leise Schritte erfüllen die Straße heute.